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I sentieri del Gambarogno

Wege durch das Gambarogno

Ein asphaltiertes Strässchen windet sich von der Haltestelle des Postautos an der Strasse nach Indemini bergaufwärts, durchquert das wilde Valle del Derbor und führt über die Maiensässe von Piazzogna und Vairano bis zur Corte della Costa, westlich der Monti di Vairano.
Bei der Corte della Costa beginnt ein Waldweg, der leicht ansteigt ins ruhige und romantische Valle di Cedullo führt. Es folgt der Abstieg in eine tiefe Schlucht, wo ein munterer Wasserfall den Wanderer erfreut. Der erneute Aufstieg wird anfänglich durch einige Felsbrocken behindert, ist aber kurz danach recht bequem. Wir sind nicht mehr weit von den einstigen Weiden der Monti di Gerra.
Nach den letzten Hütten von Pianca folgen wir dem Wegweiser und dringen in den Wald ein. Drei kleine Bäche haben tiefe Einschnitte gegraben: ein ständiges Auf und Ab. Gleich nach den Alphütten der Monti di Sant'Abbondio folgt der markierte Weg dem Bach, der das Wasser des gleichnamigen Tales aufnimmt. Wir benützen eine kleine Brücke, um stossen am andern Ufer auf einen nackten Felsen, der von einem Erdrutsch grösseren Ausmasses hervorgerufen wurde. Der Maultierpfad führt ohne spürbare Steigungen durch den Wald. überwindet den Hang des Valle di Niv senkt sich zu den Monti di Caviano (Centocampi).
Um den Bahnhof von Ranzo-Sant'Abbondio zu erreichen, kann man nach Ranzo absteigen und auf der Kantonsstrasse weiter gehen oder nach Sant'Abbondio aufsteigen und von dort aus die Strasse benützen, die direkt zum Bahnhof führt, wobei einige Abkürzungen möglich sind.


Die Strohdächer von Centocampi
Monti Centocampi
6578 Caviano

Centocampi, auf den Monti di Caviano, ist von Scaiano zu Fuss in etwa einer Stunde erreichbar. Bis vor wenigen Jahrzehnten standen hier noch etliche Bauten in der charakteristischen Bauweise am oberen Lago Maggiore: Wohnhäuser und Ställe mit Strohdächern. Die beinahe vollständige Aufgabe der Landwirtschaft liess sie zu Ruinen zerfallen. 1997 li ess der Verkehrsverein zwei dieser Bauten instand setzen und mit Strohdächern versehen. Das Roggenstroh wurde nach hergebrachter Manier, an die sich die alten Leute noch erinnern, geflochten und ohne Nägel an den zum Teil erneuerten Kastanienholzbalken befestigt.
In den Bergtälern war diese Dachart einst weit verbreitet. Roggen wurde ohnehin angepflanzt. Das Stroh lässt sich gut bearbeiten, ist leicht und haltbar und eignet sich für Dächer unterschiedlicher Grösse. In abgelegenen Gebieten wurde auf diese Weise auch der mühsame Transport des meist schweren Dachmaterials vermieden.
Die Dächer von Cent ocampi sind im Kanton die einzigen übriggebliebenen Zeugen dieses Handwerks.

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